Post 41. Berichte aus dem Getto Litzmannstadt
Wien 2016
Die Ausstellung zeigte eine Auswahl von 90 Postkarten, die 1941/42, aus dem Ghetto Lódz an Personen außerhalb des Gettos geschrieben worden waren. Wie der überwiegende Teil aller im Ghetto geschriebenen Postkarten wurden diese Karten nie zugestellt. Die Karten wurden in fünf Vitrinen vor einer mit Zementplatten und Spiegeln verkleideten Wand präsentiert. Drei Vitrinen wurden durch Spiegel visuell verlängert, zwei lagen vor Zementplatten. Die Spiegel suggerierten, dass Lücken in der Wand vorhanden seien, durch die Karten nach außen gelangen konnten. An den seitlichen Wänden wurden Mikro- Erzählungen – sogenannte „Explications“ – in drei winkelförmigen Wandvitrinen präsentiert.
Die Postkarten wurden einzeln – auf jeweils eigenen Schrägflächen – angeordnet. Die Vitrinen wurden aus verzinktem Stahlblech gefertigt und mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet. Sie konnten ineinandergelegt und platzsparend transportiert werden.
Auftraggeber:
Jüdisches Museum Wien (JMW) mit ARGE grenzen erzaehlen
Kuratorinnen | Kurator:
Angelika Brechelmacher, Regina Wonisch, Dan Fischman (JMW)
Gestaltung:
Bernhard Denkinger | Architekt
Fotos:
Andreas Buchberger
