Schutzbau für KZ-Tor Ebensee
Zwei raumhohe Verglasungen sind nach Norden und nach Osten ausgerichtet. Das Dach kragt hier aus und überdeckt einen 70 cm tiefen Außenbereich. Süd- und Westfassaden sind geschlossen, im Inneren wird der Bereich unter der Decke durch ein Oberlicht aufgehellt. Das Dach (wasserdichte Wanne aus Edelstahl) wurde zur Gänze in der Werkstatt vorgefertigt.
Die Wände des Gebäudes bestehen aus Ziegel. Der oberseitige Ringanker ist aus Sichtbeton ausgeführt. Innerhalb der verputzten Wändflächen liegen Felder aus Sichtbeton. Die beiden Bodenplatten aus Beton wurden geschliffen, so dass eine terrazzoartige Optik entstand. Die metallene Tragstruktur und die Dachkonstruktion bestehen aus feuerverzinktem Stahl, die Attika des Dachs aus pulverbeschichtetem Aluminium.
Das neu renovierte KZ-Tor wurde – im Grundriss gesehen – schräg aufgestellt. Es sollte keinen geometrischen Bezug zu den Wänden des Gebäudes aufnehmen und eindeutig als freistehendes Objekt wahrgenommen werden. Die Gebäudehülle sollte Schutz gegen Witterung und Insektenbefall bieten. Über Schlitze, die mit Insektengittern versehen sind, findet ein ständiger Luftaustausch statt.


Mauthausen Memorial (BAMM) und Zeitgeschichte Museum Ebensee (ZGM)
Projektsteuerung (BAMM):
D.I. Ute Bauer-Wassmann
Architektur:
Bernhard Denkinger | Architekt
Statik:
D.I. Greinstetter, Wien
Fotos:
Bernhard Denkinger
Hoch- und Tiefbau:
Held & Francke
Metallbau mit Glas:
msm Metallbau, Steyr
