Bernhard

Denkinger

Architect

Zeitgeschichte Museum Ebensee

2001, Neugestaltung von Teilen 2016

Museum zur österreichischen Zeitgeschichte von 1919 bis zum Ende der 1950er Jahre. Das Ausstellungskonzept stellt die regionale Perspektive in einen Bezug zur nationalen Geschichte. Die Szenografie verwendet zwei Präsentationsebenen: Auf einer vorderen Ebene werden Dokumente zur regionalen Geschichte und Berichte von Zeitzeugen gezeigt, auf der hinteren Ebene Objekte zur nationalen Geschichte. Die ständige Ausstellung wird in drei Räumen eines ehemaligen Schulgebäudes gezeigt.

2016 wurden Stationen neu strukturiert und Materialien, die das Museum in den vergangenen Jahren erhalten hatte, in die Ausstellung integriert. Schwerpunkt der Neukonzeption bildeten Objekte, die aus den Stollen des ehemaligen KZ-Ebensee stammen.

Das natürliche Licht wurde in die Präsentation einbezogen, Leitbilder werden auf Glasplatten vor Fenstern präsentiert. Die Szenografie verwendet in Raum 1 Raumnischen und halbhohe Raumteiler. In Raum 2 beginnt der Rundgang mit in der Tiefe gestaffelten Gruppen, die zu einer Sequenz führen, die den „Anschluss“ im Jahr 1938 thematisiert. In Raum 3 werden das Konzentrationslager Ebensee, Aspekte der Kriegswirtschaft und lokale Widerstandsgruppen präsentiert.

Objekte und Texte wurden in drei übereinander liegenden Ebenen angeordnet. Objekte, die Nahsicht erfordern, wie schriftliche Dokumente, Zeitungsberichte, Bild-Legenden und Bereichstexte liegen in Augenhöhe (Zone B). Darüber und darunter wurden größere Formate verwendet: in Zone A großformatige Leitbilder, in Zone C mittelgroße Formate. Die roten Informationstexte und Bildlegenden in der Zone B wurden von Carlos Toledo (Wien) in Zusammenarbeit mit Eva Dertschei entworfen.

Szenografie Raum 2: Am Ende der Eingangsachse ein Hördokument (Dollfußrede). In der Querachse, zwischen Bildern zur „Volksabstimmung 1938“ und zum „Anschluss 1938“, die Projektion „Personen aus dem Widerstand“; weiter hinten, rechts, Großfotos von Aufmärschen der SA.

Szenografie Raum 2: Am Ende der Eingangsachse ein Hördokument (Dollfußrede). In der Querachse, zwischen Bildern zur „Volksabstimmung 1938“ und zum „Anschluss 1938“, die Projektion „Personen aus dem Widerstand“; weiter hinten, rechts, Großfotos von Aufmärschen der SA.

Raum 2: Skizzen zu Positionierung, Abfolge und Größen der Exponate. Bernhard Denkinger (11.02.1999–20.02.2000)

Raum 2: Skizzen zu Positionierung, Abfolge und Größen der Exponate. Bernhard Denkinger (11.02.1999–20.02.2000)

Auftraggeber:
Verein Zeitgeschichte Museum und KZ Gedenkstätte Ebensee (ZME)

Inhaltliches Konzept:
Ulrike Felber (Kuratorin), in Zusammenarbeit mit Wolfgang Quatember (ZME)

Design | Szenografie:
Bernhard Denkinger

Architekturfotos:
Andreas Buchberger